Europa AG

Veranstaltungen zur Europawoche 2012

Die Europawoche 2012 am Westfalen-Kolleg

In der Woche vom 30.04. bis zum 06.05. zeigte sich das Kolleg von seiner durch und durch „europäischen Seite“. Es fanden diverse Veranstaltungen statt und es konnten über 80 europäische Gäste begrüßt werden. Zu den verschiedenen Veranstaltungen gibt es jede Menge Fotos, die die gute Laune, die wichtigen Gäste und die verschiedenen Orte der Veranstaltungen belegen. Im Folgenden eine kurze Übersicht:

Am 28. Und 29.04 kamen insgesamt 25 europäische Gäste in Paderborn an, die vom 30.04. an am Workshop JIP „Jokes, Idioms and Proverbs“ teilgenommen haben. Zum Auftakt wurden diese Gäste durch Bürgermeister Heinz Paus im Saal des Historischen Rathauses begrüßt.

Die Arbeitseinheiten des ersten und zweiten Workshop-Tages fanden in der Bildungsstätte LIBORIANUM statt, wo die Teilnehmer sich intensiv mit den sprachlichen Wurzeln unserer verschiedenen Redensarten, den Vergleichbarkeiten und den Unterschieden auseinandergesetzt haben und auch sich auch spielerisch dem Thema nähern konnten, denn es gibt inzwischen auch ein Spiel „JIPPER“, das die sprachliche Reise durch die EU-Länder ermöglicht.

Am Mittwoch fand ein Exkursionstag nach Bielefeld statt. Dort wurde das Industriemuseum „Ravensberger Spinnerei“ besichtigt und das Kunstgewerbemuseum „Sammlung Huelsmann“. Zusätzlich zur Führung durch die Sammlung mussten die Teilnehmer des Workshops auch hier Arbeitsaufgaben erfüllen, die mit den ausgestellten Objekten zusammenhingen. So gibt es beispielsweise die Redensart: „Du kannst ihm das Wasser nicht reichen.“ - und dazu gibt es passende wertvolle Wassergefäße, aus denen in früheren Zeiten bei Tisch das Wasser angereicht wurde, um die Fingerspitzen abzuspülen. Aber nur von jemandem, der in der Hierarchie nur eine Stufe niedriger Stand. Wer von zu niedrigem Stand war, der konnte einem anderen eben „das Wasser nicht reichen“!

Am Donnerstag kamen die Schüler aus Finnland und Polen an, die am gemeinsamen COMENIUS-Projekt mit dem Westfalen-Kolleg arbeiten, das sich mit dem Thema ZEIT beschäftigt.

Morgens fand im Westfalen-Kolleg bereits ein Aktionstag zum Schwerpunkt der Landesregierung NRW statt. Die Landesregierung möchte in diesem Jahr den Kontakt NRW <=> POLEN besondere Beachtung schenken. Diesen Schwerpunkt hat das Westfalen-Kolleg aufgegriffen. Den anwesenden Lehrern aus verschiedenen Schulen der Region und den Studierenden des Kollegs wurden verschiedene Workshops angeboten (Polnisch-deutsche Literatur: Dariusz Muszer, polnischer Jazz: Robert Kusiolek, polnische Geschichte: Prof. Dr. Joachim Kuropka und polnische Sprichwörter: Prof. Dr. Grazyna Swiatowy), die zu angeregten Diskussionen Anlass gaben.

Am Abend fand ein musikalisch-literarischer Abend in der Spardose der Sparkasse Paderborn statt, der dieses Thema noch einmal aufgriff und Texte sowie Kompositionen der Künstler, zu denen sich auch noch Artur Becker gesellte, zu Gehör brachte.

Der Freitag stand für die Schüler und Studierenden, die an der Projektarbeit beteiligt sind, ganz im Zeichen der ZEIT, die uns häufig zwischen den Fingern zerrinnt, denn es wurden verschiedene Szenen aus dem Kinderbuch MOMO geübt, die im Rahmen eines „Europäischen Abends“ vorgeführt wurden.

Der Abend wurde eingeleitet mit einem Konzert für Orgel und Klarinette in der Kapuzinerkirche, das von Prof. Dr. Markus Brenk und Simone Will (beide HfM Detmold) gestaltet wurde.

Am Samstag schließlich fand das 14. Symposium im Westfalen-Kolleg statt. In diesem Jahr standen die Überlegungen, die die Referenten dem Auditorium vortrugen unter dem Thema:

ZEITPUNKTE - STANDPUNKTE 

Zu den Referenten zählte auch die Ministerin für Europaangelegenheiten in NRW, Frau Dr. Angelica Schwall-Düren, die das Hauptreferat übernommen hatte.

Zusätzlich zeigte der VWL-Kurs von Engelbert Hüwel eine kritische Kunstshow zur Frage der Eurokrise. Die künstlerische Auseinandersetzung war von Elmar Drüke beratend begleitet worden.

Am Nachmittag wurde schließlich der EMIL 2012 überreicht, den Prof. Dr. Jerzy Buzek, ehemaliger Ministerpräsident der Republik Polen erhielt. Der EMIL ist eine Auszeichnung, die besonderes Engagement in und für Europa würdigt: der Europäische Meilenstein für Innovation und Leistung. Während der Zeremonie trug sich der Preisträger auch ins Goldene Buch der Stadt Paderborn ein. Mit dieser Preisverleihung endeten die offiziellen Veranstaltungen. Für die Teilnehmer des Workshops stand am Sonntagmorgen noch eine Feedback-Runde an, aber nach dem Mittagessen hieß es Abschied nehmen und alle machten sich auf den Rückweg in ihre Länder. Also, insgesamt 18 verschiedene Destinationen.