Exkursionen

Exkursionen nach Weimar

Wintersemester 2017

„Zwischen uns und Weimar liegt Buchenwald!“

Pointiert bringt das Zitat des Literaturwissenschaftlers Richard Alewyn die ambivalenten Aspekte der deutschen Kultur- und Geistesgeschichte zum Ausdruck, die an wenigen Orten in Deutschland so verdichtet zu finden sind wie im beschaulichen Weimar. Unterstützt vom „Verein der Freunde und Förderer des Westfalen-Kollegs Paderborn“ hatten die Studierenden der Deutschkurse des vierten Semesters im Rahmen einer Exkursion vom 9. bis 11. November 2017 die Möglichkeit, diese widersprüchliche Geschichte Weimars vor Ort zu studieren. Vor dem Hintergrund der vergleichsweise liberalen Herrschaft der Herzogin Anna-Amalia und ihres Sohnes Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach wurde die Stadt im Übergang vom 18. auf das 19. Jahrhundert einerseits als Wirkungsstätte Goethes und Schillers, aber auch etwa Wielands und Herders, im Begriff der „Weimarer Klassik“ namengebend für eine einmalige Blütezeit der deutschen Literatur und Geistesgeschichte. Zudem gingen auch aus dem beginnenden 20. Jahrhundert von Weimar wesentliche Impulse in Richtung einer modernen Gesellschaft aus. Denn in ihr wurde nicht nur die Verfassung der ersten Demokratie in Deutschland erarbeitet, die gemeinhin auch als Weimarer Republik bezeichnet wird. Ferner wurden auch die an der international renommierten Kunstschule des Bauhaus‘, die 1919 in Weimar gegründet wurde, entwickelten Ideen zu einflussreichen Richtungsweisern einer modernen Verbindung von Nützlichkeit, Massenproduktion und ästhetischem Design. Steve Jobs war also nicht der erste, der der Meinung war, dass Produkte des alltäglichen Gebrauchs nicht nur funktional und einfach, sondern auch schön sein sollten.

Andererseits zeigt sich in Weimar auch der dumpfe und modernitätsfeindliche Nationalismus, der in einen antidemokratischen und rassistischen Chauvinismus mündete, welcher schließlich Orte wie das auf dem Ettersberg bei Weimar gelegene Konzentrationslager Buchenwald hervorbrachte, an dessen menschenverachtende Geschichte die heutige Gedenkstätte erinnert.

Anknüpfend an die Unterrichtsthematik des Dramas „Faust“ stand der erste Tag ganz im Zeichen des literarischen Weimar. Geführt von den Kollegen Hermes und Koch wurden an ausgewählten Orten die Inhalte und Entstehungshintergründe des literarischen Schaffens versucht näherzubringen.

Im Anschluss an das physisch und intellektuell fordernde Programm konnte sich die Gruppe mithilfe der thüringischen Küche stärken (wobei einige eher international orientierte Angebote vorzogen) und die Inhalte des Tages intensiv reflektieren.

Am zweiten Tag fand ein Besuch der Gedenkstätte und KZ Buchenwald statt. Nachdem die Studierenden zunächst die Gelegenheit hatten, das Gelände sowie die Ausstellung individuell zu erkunden, wurden sie anschließend durch einen Film und eine Führung gezielt über die Geschichte und die ideologischen Hintergründe des Lagers informiert.

Sommersemester 2017

Goethes „Faust“ ist Thema im vierten Semester. Aus diesem Anlass sind die Deutschkurse des S4 im Mai nach Weimar gefahren, um dem großen Dichterfürsten etwas näher zu kommen. Mehr als 50 Jahre lebte der Staatsmann, Wissenschaftler und Autor vieler weltberühmter Werke in Weimar. Keine Frage, dass er an fast jeder Ecke seine Spuren hinterlassen hat.

Diesen Spuren folgten die Studierenden des Westfalen-Kollegs Paderborn nun auf ganz unterschiedliche Weise. Die einen nahmen an Führungen teil, andere hielten selbst Referate an einzelnen Stationen: zu seiner Arbeit im Staatsdienst, seinem literarischen Schaffen, seinem Privatleben, den „Frauengeschichten“ und vielem mehr.

Ein Teil der Studierenden machte sich dann am frühen Abend auf den Heimweg nach Paderborn, während die andere Hälfte über Nacht in Weimar blieb, um am Donnerstagmorgen nach Buchenwald zu fahren und dort die KZ-Gedenkstätte zu besuchen: Ein wahres Kontrastprogramm zu der lebens- und liebenswerten Stadt Weimar.

Am frühen Abend erreichte dann auch der Rest des Semesters wieder Paderborn. Das Ende einer gelungenen Fahrt mit tollen Studierenden!

Exkursionen nach Köln

Im Mai 2017 war das dritte Semester vollzählig mit den Kollegen M. Koch, A. Wäschenbach und R. Hermes im Museum Ludwig in Köln. Dankenswerterweise wurde die Fahrt vom Förderverein des Westfalen-Kollegs Paderborn großzügig unterstützt. Alle drei Deutschkurse haben an einer Führung im Museum teilgenommen und sich anschließend bestimmte Exponate einzeln oder in Kleingruppen in Ruhe angesehen.

Im Mai 2017 war das dritte Semester vollzählig mit den Kollegen M. Koch, A. Wäschenbach und R. Hermes im Museum Ludwig in Köln. Dankenswerterweise wurde die Fahrt vom Förderverein des Westfalen-Kollegs Paderborn großzügig unterstützt. Alle drei Deutschkurse haben an einer Führung im Museum teilgenommen und sich anschließend bestimmte Exponate einzeln oder in Kleingruppen in Ruhe angesehen.

Studienfahrt nach Rom

Vom 7.7. bis zum 11.7.2017 fand unsere 27köpfige Kursfahrt nach Rom statt. Trotz der Kürze der Zeit gelang es uns, eine Vielzahl der Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, so unter anderem das Kolosseum, das Forum Romanum, den Palatin (inklusive Blick auf den leider leeren Platz des Circus Maximus), den Palast der Einheit, das Capitol, den Trevi-Brunnen, in den wir auch brav Münzen geworfen haben, um wiederkommen zu dürfen/müssen, die Piazza Navona mit ihren fantastischen Brunnen, die Spanische Treppe inklusive Referat, warum die Treppe so heißt, obwohl sie doch in Italien steht, den Gianicolo samt Garibaldi-Platz, die Piazza del Populo, den Pantheon und die ehemalige Hafenstadt Roms, Ostia Antica. Besonders beeindruckend fanden nicht nur die Studierenden die Aussicht von der Kuppel des Petersdoms, die es mit 551 Stufen zu erklimmen galt. Dagegen war die Fülle in den vatikanischen Museen nahezu erschlagen, sowohl was die Fülle der Exponate als auch die der Besucher anging. Je näher wir der Sixtinischen Kapelle kamen, desto dichter wurde der Pulk, in dem man mitgeschoben wurde. Leider war unsere Gruppe schon bald dadurch ziemlich auseinander gerissen worden, so dass an ein Gruppenfoto an dieser Stelle nicht mehr zu denken war, zumal die Interessen und Belastbarkeiten innerhalb dieses Museums doch sehr auseinandergingen. Die über zweistündige Wartezeit vor dem Museum hatte dazu sicher beigetragen, ständig umlagert von übereifrigen Reiseführern, die zu Wucherpreisen „Skip-the-Line“-Tickets, und fliegenden Händlern, die Tücher für die „unzüchtigen“ Beine und Schultern feilboten. Unsere Studierenden nahmen aus Rom eine Vielzahl an Eindrücken mit; die Heimreise wurde wehmütig angetreten, da es noch so viel mehr zu sehen gab und gibt.

Studienfahrt nach Dublin

Am Freitag, den 7. 7. 2017 machten sich 11 Studierende aus dem 4. Semester, Referendar Julian Leimann und Englischlehrer Timo Teufert auf den Weg nach Irland. Mit dem Zug ging es zunächst nach Köln, und von dort brachte uns ein Billigflieger nach Dublin, diesmal sogar pünktlich. Die erste gemeinsame Aktion bestand in einem gemeinsamen Essen und anschließendem „pub crawl“. Am Samstag erkundeten wir dann zu Fuß die Stadt, besichtigten einen wunderschönen Unicampus (Trinity College), die Nationalgalerie und vieles mehr. An diesem Tag bot sich auch die Möglichkeit, eigenen Interessen nachzugehen (shopping oder „Irish Whiskey Museum“, je nach dem). Am Sonntag unternahmen wir einen Tagesausflug an die Westküste. Ziel war zunächst die Stadt Galway. Von dort ging es dann mit einem Linienbus über schmale Straßen durch die malerische Landschaft „The Burren“ bzw. „County Clare“ zu den „Cliffs of Moher“, der höchsten Steilküste Europas. Den Montag nutze ein Teil der Gruppe für einen weiteren Ausflug, diesmal an die nahegelegene Ostküste und die kleine Hafenstadt Howth. Andere Gruppenmitglieder blieben in Dublin und besichtigten das „Irish Wax Museum“ und die eindrucksvolle Unibibliothek, die in einigen Vitrinen wichtige nationale Artefakte ausstellt, wie z. B. das „Book of Kells“ (reich verzierte Evangelienhandschrift aus dem 8. Jahrhundert) oder „Brian Boru’s Harp“, die älteste Harfe Irlands, die als Vorlage für das irische Staatswappen, irische Münzen und das Logo der Guinnessbrauerei diente. Der letzte gemeinsame Abend wurde wieder mit einem gemeinsamen Essen eingeläutet und fand im gemütlichen Gewölbekeller des Hostels mit Cider und Gitarre einen würdigen Abschluss, bevor wir uns dann am Dienstag auf die Heimreise machten.

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