Abitur am Westfalen-Kolleg – Anzug oder kurze Hose, High-Heels oder Turnschuhe?

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Um die täglichen Aufgaben unter völlig veränderten Rahmenbedingungen meistern zu können, wurde von allen in den letzten Wochen viel Flexibilität verlangt. In besonderem Maße traf das auch auf die neuen Abiturientinnen und Abiturienten des Westfalen-Kollegs Paderborn zu. Der Unterricht konnte nach dem Corona-Lockdown im März zwar umgehend digital auf der Lernplattform des Kollegs stattfinden, aber dennoch stellten sich für viele der Studierenden neue Herausforderungen bei der Vorbereitung auf das Abitur. Denn in der Regel führen die erwachsenen Kollegiatinnen und Kollegiaten einen eigenen Haushalt, einige haben eigene Kinder, die nun auch am Vormittag betreut werden mussten, und andere absolvierten die Schule berufsbegleitend und mussten sich bei der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und schulischer Weiterbildung neu organisieren. Aber dass die Kollegiatinnen und Kollegiaten des Westfalen-Kollegs bereit und in der Lage dazu sind, neue Wege zu gehen, hatten sie schon dadurch bewiesen, dass sie als Erwachsene noch einmal einen neuen, nämlich den zweiten Bildungsweg eingeschlagen haben.

Mario Di Santo erreichte das beste Abitur mit dem Durchschnitt 1,0 und sprach im Namen der Studierenden.

 

Auch das Kolleg hat dank jahrelanger Erfahrung mit digitalem Unterricht und Präsenzunterricht unter den erforderlichen Rahmenbedingungen flexibel auf die neuen Anforderungen reagieren können. So haben die 57 Abiturientinnen und Abiturienten aus den drei Bildungsgängen Kolleg, Abitur-Online und Abendgymnasium am Vormittag die Herausforderungen dieses besonderen Abiturjahrganges hervorragend gemeistert. Insgesamt haben sie unter den Bedingungen des Zentralabiturs das Abitur mit der Durchschnittsnote von 2,5 absolviert. Das beste Abitur mit dem Notendurchschnitt von 1,0 konnte Mario Di Santo erreichen. 14 Studierende verließen das Kolleg mit dem Abschluss der Fachhochschulreife.

 

Jahgangsstufenleiter Jan Lindner gestaltete seine Abiturrede als Performance.

Jahrgangstufenleiter Jan Lindner stellte bei der Zeugnisübergabe als neues Ensemblemitglied des Schwarzen Theaters am Kolleg seine darstellerischen Fähigkeiten unter Beweis. In seiner als Performance gestalteten Rede erinnerte er an seine eigene Abiturprüfung. Zu der sei er entgegen seiner Überzeugung im Dreiteiler und mit Krawatte erschienen. Aber trotz des sehr guten Ergebnisses sei ihm bis heute ein schlechtes Gefühl geblieben, weil er sich nicht treu geblieben sei und sich stattdessen unnötig uniformiert habe. Das damit verbundene Plädoyer für Authentizität fiel beim Auditorium sicher auf fruchtbaren Boden, denn wie am Kolleg üblich, waren die Absolventinnen und Absolventen nach ihrer Façon erschienen – im eleganten Kleid, mit Anzug oder in kurzer Hose und Turnschuhen.

 

 

 

 

 

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