Dramatische Pyjamaparty

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Das Studio 17b am Westfalen-Kolleg inszeniert die Tragikomödie „Freundinnen“. Mit der Premiere sind auch die neue Leitung und der neue Name der Theatergruppe offiziell.

Gähnend und sich streckend wacht Sarah (Laura Holstein) an diesem Morgen in ihrem Bett auf. Wenig später klingelt es auch schon an der Tür. Freudiges Gekreische ist zu hören, als sie Lucy (Natalie Tschumak) und Jacky (Annika Baier) hereinlässt. Die drei sind schon lange Jahre beste Freundinnen und können über alles reden – so glauben sie zumindest. Die Mädels treffen sich zu einer Geburtstags- und Pyjama-Party, die in freudiger Stimmung mit Kaffee und Kuchen beginnt, dann aber in den verzweifelten Konsum von Wein und Zigaretten übergeht.

Grund dafür ist zum einen Sarahs Gehirntumor und zum anderen ein Spiel, das Jacky vorschlägt: Jede muss ihr tiefstes Geheimnis auspacken und die anderen müssen raten, warum es bisher noch nicht erzählt wurde. Die wichtigste Bedingung: Jede muss mitmachen. So treten Geheimnisse zutage, die für Schreie, Schubsereien und Kissenschlachten sorgen.

Denn die Mädels sind sehr unterschiedlich: Während Jacky nachdenklich die Punkte des Spiels zählt, wirft Lucy mit sehr direkten Worten und manchmal auch Gegenständen um sich. Gastgeberin Sarah versucht erst gar nicht, ihre Party unter Kontrolle zu halten, sondern stürzt sich mit ins Geschehen. Trotz Anschuldigungen, blauer Flecken und Tränen steht eines fest: Die Mädels sind im Inneren so zart wie die Pastelltöne ihrer Pyjamas.

Etwa 70 Zuschauer beobachteten bei der Premiere dieses Schauspiel. Nach der Vorstellung gingen sie mit einem lachendem und einem weinenden Auge nach Hause, denn die Darstellerinnen setzten gekonnt einige Witze, aber auch ernste Gedanken auf der Bühne um.

Mit der Premiere des Stücks ist nun auch der Wechsel in der Leitung der Theatergruppe besiegelt Schon im März letzten Jahres hatte Frank Böck nach 30 Jahren die Aufgabe an Anne Kramer-Scholle übergeben. Jedoch konnte das Stück „Finsterworld“, das den Wechsel offiziell machen sollte, aufgrund des Lockdowns nicht stattfinden.

Zuvor war die Theatergruppe als Schwarzes Theater bekannt, ändert aber nun ihren Namen in Studio 17b. Damit ist die Hausnummer des Westfalen-Kollegs im Namen der Gruppe verankert. Zudem hat Anna Kramer-Scholle nicht nur sofort klare Vorstellungen für ihre Regiearbeit, sondern auch für die zeitliche Planung der kommenden Aufführungen: „Wir planen drei Stücke pro Jahr, dafür mit kleineren Besetzungen.“

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