Europas Erbe – nicht nur verwalten, sondern gestalten!

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Das ist nicht der Wahlslogan einer Partei, die Ende Mai bei den Europawahlen antritt, sondern die mehrtägige Konferenz im Rahmen der Europawoche, die vom Westfälischen Forum für Kultur und Bildung e.V. in Kooperation mit der Stadt Paderborn und dem Westfalen-Kolleg Paderborn in diesem Jahr zum 21. Mal durchgeführt wurde, war mit dieser Aufforderung überschrieben.

Teilnehmer aus 17 Ländern waren für vier Tage nach Paderborn gekommen, um gemeinsam zu überlegen, wie die Zukunft eines gemeinsamen Europas gestaltet werden kann. Dass es gefährlich ist, Europa nur „ins Museum stellen zu wollen“, bestreitet niemand, aber wie eine gemeinsame Zukunft aussehen kann und welchen Anteil an der Gestaltung dieser Zukunft die Bürger in Europa haben, das ist ein Thema, das die Teilnehmer in verschiedenen Workshops, Vorträgen und Präsentationen bearbeitet haben. Unterstützt wurde die Diskussion nach einem verantwortlichen Umgang mit unseren Traditionen und unserem Kulturerbe durch die Konrad-Adenauerstiftung, das Bonifatiswerk und das Hilfswerk Renovabis. So war es möglich, Teilnehmer aus vielen Ländern einzuladen, weil nach 20 Jahren gemeinsamer Anstrengungen im Bildungsbereich klar ist, dass nur gemeinsam verantwortungsbewusste Schritte in eine die Zukunft getan werden können. Monsignore Austen, Geschäftsführer des Bonifatiuswerkes sprach an dieser Stelle von der Solidargemeinschaft, André Kuper, Präsident des Landtags in NRW nannte es die grundsätzliche Pflicht in einer Demokratie, Verantwortung zu übernehmen.

Vor allem die nachwachsende Generation muss in diesen Gestaltungsprozess eingeführt werden, damit Verantwortung weitergegeben werden kann, deshalb war es ermutigend, dass mehr als 30 Schüler aus Belgien, Bulgarien, Finnland, Irland und Lettland mit nach Paderborn gekommen waren. Sie haben sich in eigenen Workshops mit  Zukunftsperspektiven auseinandergesetzt. Die belgischen Schüler haben eine Ausstellung mitgebracht, die das Thema „Menschenrechte“ behandelt. Diese Ausstellung ist bis Mitte Juni in der Halle des Westfalen-Kollegs zu sehen und kann zu Unterrichtszeiten besucht werden. Zur Eröffnung am Samstagmittag spielte ein Trio aus Amsterdam (Bass, Gitarre und Saxophon) und die belgischen und niederländischen Gäste boten den Besuchern kleine landestypische Häppchen an so wie belgisches Bier und niederländischen Genever. Damit war nicht nur ein Beitrag zur Europawoche geleistet, sondern auch ein Schwerpunkt gesetzt, der dem Themenjahr NRW ó BENELUX Rechnung trägt. Dr. Ulrike Kurth, die auch im 21. Jahr für dieser Veranstaltung für die Organisation und Durchführung zuständig war, hatte mit den Teilnehmern der Europa-AG am Westfalen-Kolleg ein abwechslungsreiches Programm konzipiert, neben den Konferenzeinheiten und der Ausstellungseröffnung gab es viel Musik: vier junge Geigerinnen aus Connemara, Irland spielten zur Lesung am Donnerstag in der Sparkasse Paderborn-Detmold, ein Trio aus Liepaja, Lettland spielte am Freitag im Forum St. Liborius und ein kleines Orchester von 12 Musikern aus Sliac, Slowakei, schloss die Tagung am Samstag mit einem Konzert im Audienzsaal Schloss Neuhaus ab.

Da Politiker für mangelnde Einigkeit und fehlende Solidarität im Tagesgeschäft ja oft das Bild der Familie bemüht wird, in der es auch bei aller Nähe und Sympathie Streit und Uneinigkeit gibt, formulierte Dr. Kurth mit den Erfahrungen aus mehr als 20 Jahren Europaarbeit eine Gegenposition: „Wenn es in Europa im großen so gut und so konstruktiv laufen würde, wie in unserem europäischen Netzwerk, dann müssten wir uns weniger Sorgen um merkwürdige Exitbestrebungen oder anstehende Wahlen machen.“ Bleibt zu hoffen, dass die Teilnehmer an der Konferenz in ihren jeweiligen Heimatländern Menschen für Europa motivieren und von Europa überzeugen können.

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