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Quo Vadis Lehrerteam? Schockstarre am Westfalen-Kolleg: Seriensieger scheitert schon im Halbfinale des Volleyballturniers

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Das Sportjahr 2022 am Westfalen-Kolleg Paderborn neigt sich dem Ende entgegen, wartete aber am vergangenen Donnerstag nochmal mit einem echten Highlight auf. Das traditionell heiß umkämpfte Volleyballturnier endete mit einer Sensation. Der erfolgsverwöhnte Seriensieger, das Lehrerteam, scheiterte ebenso überraschend wie hochverdient in einem packenden Halbfinalkrimi am sechsten Semester.
Dabei deutete sich das Drama schon einige Tage zuvor an. Wir bekamen einen exklusiven Einblick in die Vorbereitung des Lehrerteams, und waren schockiert: Große Personalsorgen, erfahrene Spielerinnen und Spieler außer Form und vor allem: keine Spur von dem Selbstbewusstsein, das den Turnier-Dominator der letzten Jahre bisher auszeichnete. Auch das altersbedingte Ausscheiden früherer Fixsterne wie Ludger Voßkamp oder Günter Lohnherr verhieß nichts Gutes.
Und doch deutete nichts auf die spätere Schmach hin, fanden sich doch erneut so illustre Spielerpersönlichkeiten wie „Dr. Schmetterhand“ Manuel Koch und Urgestein Frank Böck als herausragende Akteure in der Startaufstellung wieder. Und mit den Fachkräften Coralie Witte und Maja Bischoff erhielt das Team in diesem Jahr endlich die dringend notwendige Verjüngung. Um dem
Team eine gute Balance zu geben, wurde diese „Achse“ der Mannschaft durch ein zwar deutlich in die Jahre gekommenes, aber dadurch eben auch umso erfahreneres Team um den Aggressive Leader Korf, das Kampfschwein
Lindner und die menschliche Pferdelunge Schneider ergänzt.
So startete die Mannschaft auch erwartet souverän ins Turnier. In der eigenen Gruppe A konnte sie sich, trotz großer Gegenwehr und einem stark aufspielendem Hajir, mit zwei relativ ungefährdeten Siegen gegen die Semester 1 und 2 als Gruppenzweiter durchsetzen. Aber schon die Niederlage gegen den Gruppensieger, das S3, machte deutlich, dass es heute kein Spaziergang werden würde. Und auch die sehr gut besuchte Zuschauertribüne verwandelte die Kolleghalle für das Lehrerteam in eine „Kolleghölle“: Lautstark unterstützten die Zuschauerinnen und Zuschauer ihre Semester, alle
gemeinsam darüber hinaus die jeweiligen Gegner des Lehrerteams.
In der Gruppe B setzten sich das S6 (Gruppensieger) und das S5 gegen das S4 durch, das allerdings beiden Teams einen großartigen Kampf geboten und Spielverstand und Spielgeschick gezeigt hatte.
Mit großer Spannung wurden die Halbfinals erwartet. Hier traf das hoch gehandelte S3 auf das S5 und sicherte sich den Finaleinzug. Neben der mannschaftlichen Geschlossenheit, dem auf allen Positionen gut besetzten Team konnte sich das S3 dabei vor allem auf seinen Ausnahmespieler Filipp Nazarov verlassen.

Im zweiten Halbfinale nahm das Drama dann seinen Lauf. Ohne die „menschliche Wand“ Manuel Koch gab es für das Lehrerteam hier wenig zu bestellen. Der vermeintliche Favorit, mittlerweile verstärkt durch den erfahrenen Frank Böck, dessen schauspielerische Fähigkeiten mit Blick auf möglicherweise spielentscheidende Schiedsrichterentscheidungen gefragt
waren, spielte zwar seine Stärken aus und überstand mit seiner Erfahrung und
Ausgeglichenheit auch kleinere Schwächephasen, biss sich jedoch andererseits mit zunehmender Spieldauer an dem vielleicht stärksten Kollektiv des Turniers, dem S6, die Zähne aus. Teamwork, ein starkes Zuspiel und fantastische Angaben sicherten dem späteren Turniersieger hier den Erfolg.
Und so musste sich im Finale auch das dritte Semester dem Team des Abiturjahrgangs, verstärkt durch Najm aus dem S1, geschlagen geben. Den dritten Platz sicherte sich im „Kleinen Finale“ das S5 gegen das Lehrerteam.

Unsere herzlichsten Glückwünsche gehen an den neuen Titelträger, das S6!

Unklar ist, wie es mit dem Lehrerteam nach dieser Schmach weiter geht. In dieser Konstellation wird die Mannschaft kaum eine Perspektive haben. Zu sehr verlässt sie sich auf die körperliche Größe eines Manuel Koch, die Erfahrung eines rückengeplagten Frank Böck und den Ehrgeiz von „La Machina“ Bennie Korf. Das aber scheint längst nicht mehr zu reichen.
Und so muss man sich schon die Frage stellen: Ist das Team zu alt? Zu satt? Hat sich eine gewisse Überheblichkeit eingeschlichen? Fragen, die die nächsten Jahre beantworten werden.

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