Von der „Curanstalt Inselbad“ zum Westfalen-Kolleg – Neues Schild informiert über die Geschichte des Parkgeländes am Fürstenweg

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Am Westfalen-Kolleg Paderborn, zentral gelegen am Fürstenweg und eingebettet in eine parkähnliche Landschaft mit Pader, Teich und altem Baumbestand, erwerben heute junge Erwachsene auf dem Zweiten Bildungsweg das Abitur. Das idyllische Gelände des Weiterbildungskollegs ist dabei kein Zufall, sondern hat mit der Geschichte des Ortes zu tun, über die Besucher nun auch durch ein neues Schild informiert werden.
Lange bevor seit dem frühen 20. Jahrhundert hier Bildungseinrichtungen beheimatet sind – nacheinander die Hauswirtschaftsschule, die Pädagogische Hochschule und schließlich seit 1977 das Westfalen-Kolleg – war hier die Parkanlage der 1857 eröffneten „Curanstalt Inselbad“, welche im 19. Jahrhundert einen guten internationalen Ruf als Sanatorium für chronische Lungenleiden hatte. Zu der Parkanlage gehörte auch die Ottilienquelle, deren Wasser sich aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung positiv auf die Atemwege und den Magen-Darmtrakt ausgewirkt haben soll.
Die Curanstalt schloss 1912 ihre Tore, der Badebetrieb ging noch bis 1948 weiter. Auf dem Inselbadgelände, das bislang gesundheitlichen Zwecken diente, zog Bildung ein.

Ab 1950 nutzte die Pädagogische Akademie Gelände und Räumlichkeiten der ehemaligen Hauswirtschaftsschule am Fürstenweg. Die Errichtung dieser Einrichtung zur Lehrerausbildung mit ihrer Orientierung am christlichen Humanismus war ein Beitrag zu der in der Nachkriegszeit von den britischen Besatzern angestrebten „re-education“.
Nachdem die nunmehr „Pädagogische Hochschule“ (PH) genannte Einrichtung ab 1972 in die Gesamthochschule (ab 2002: Universität) Paderborn übersiedelte, zog schließlich 1977 das „Westfalen-Kolleg“ aus den provisorischen Gebäuden an der Benhauser Straße an den Fürstenweg um.

Die neu aufgestellte Informationstafel der Stadt Paderborn geht zurück auf eine Kooperation der Europa-AG des Westfalen-Kollegs mit dem Bonifatiuswerk im Projekt „Herkunft hat Zukunft“. Dabei haben die Studierenden verschiedene Objekte in Paderborn wie bspw. das Theodorianum, das Librianum, den Westphalenhof und eben das Westfalen-Kolleg auf ihre Herkunft und heutige bzw. zukünftige Nutzung hin untersucht.
Daraus entstand, angestoßen durch Herrn Gaidt vom Stadtarchiv Paderborn, die Idee, die Ergebnisse zum Westfalen-Kolleg für eine Informationstafel zur Paderborner Zeitgeschichte aufzubereiten. Das Ergebnis geht im Wesentlichen auf die Arbeit des Studierenden Thomas Klassen sowie Dr. Ulrike Kurths, Leiterin der Europa-AG, zurück.
Die zukunftsgewandte Transformation traditioneller Strukturen oder eben auch Gebäude wird auch das Thema der von der Schule ausgerichteten Europa-Woche sein: „Europas Erbe – nicht nur verwalten, sondern gestalten!“ Über ein solches Beispiel der erfolgreichen Umgestaltung informiert die nun eingeweihte Tafel am Fürstenweg 17b.

Das Stadtarchiv Paderborn weist außerdem darauf hin, dass aufgrund der großen Nachfrage mit dem Band 10: „Vom Erinnern und Gedenken zur zeitreise-paderborn.de“ erstmals ein Band der Reihe „Paderborn in historischen Fotografien“ nachgedruckt wurde, die das Stadt- und Kreisarchiv Paderborn zusammen mit dem Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing herausgibt. Dieser fasst alle historischen Informationstafeln und zusätzliche Stationen auf zeitreise-paderborn.de zusammen und ist zum Preis von 6,90 € beim Verkehrsverein, im Buchhandel und im Stadt- und Kreisarchiv Paderborn erhältlich.

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